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N°1/2026
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Anouk Laila Ammann

Bachelor Theater/Schauspiel
Schweiz
23-111-636

Die Bernerin Anouk Ammann lebt schon ihr ganzes Leben in Bern. Nachdem sie an der Uni Bern in Philosophie und Theaterwissenschaften eingeschrieben war, entscheidet sie sich, ihrer grossen Leidenschaft mit einem praktischen Theaterstudium an der HKB nachzugehen. Nun studiert sie im dritten Semester im Bachelor Theater/Schauspiel.

Wann war für dich klar: Ich möchte mein Leben dem Theater widmen?
Ich war bereits in der Schule und anschliessend auch im Gymnasium immer in einer Theatergruppe. Nach dem Gymer habe ich ein Zwischenjahr gemacht und angefangen, im Jugendtheater und dann auch im Schlachthaus Bern zu spielen. Dort bin ich lange geblieben. Ich habe auch eigene Projekte mitentwickelt und allgemein sehr viel gemacht in diesem Bereich. Lange wollte ich nicht unbedingt ein Theaterstudium machen. An der Uni habe ich aber schnell gemerkt, dass Theorie nichts für mich ist. Da habe ich mich für ein Praxisstudium entschieden.

Anouk vernetzt sich bereits vor ihrem Studium an der HKB in der Schweizer Theaterwelt. Es folgen Aufführungen in Basel, Zürich und Biel mit ihren Projekten. Dabei wird sie und ihr Kollektiv vom Nachwuchsprogramm des Schlachthauses unterstützt.

Warum fasziniert dich das Theater so?
Ich hatte schon immer gerne Tanz, Sprache und Texte. Theater verbindet dabei diese drei Interessengebiete. Ich finde es eine spannende Kunstform und war schon früher sehr gerne als Zuschauerin im Theater.

Konntest du mit deinen Theaterengagements bereits Geld verdienen? Und wie sieht es jetzt während des Studiums aus?
Das Bachelorstudium ist sehr zeitintensiv, ich habe eigentlich keine Zeit, nebenbei noch an anderen Projekten zu arbeiten – also verdiene ich im Moment nicht viel. Und ich konnte auch vor dem HKB-Studium nicht davon leben. Ich habe hier und da ein bisschen Geld mit den Projekten verdient, aber es war überschaubar. Mit Kunst seinen Lebensunterhalt zu finanzieren, ist oft schwierig – gerade, wenn keine professionelle Ausbildung vorhanden ist, ist es oft noch mal komplizierter.

Gibt es etwas, das du besonders bereichernd findest im Studium?
Das, was für mich das Studium auszeichnet, ist, dass viele unterschiedliche Menschen hier studieren. Wir im Theater profitieren enorm davon, dass es einen internationalen Austausch zwischen den Studierenden aus dem deutschsprachigen Raum gibt. Für die berufliche Zukunft ist es wichtig, dass nicht nur Schweizer*innen an der HKB studieren, da die Theaterszene stark vernetzt ist in der Schweiz, in Deutschland und in Österreich. Wenn wir anschliessend auf diesem Beruf arbeiten möchten, ist die Chance sehr gross, dass wir auch im Ausland tätig sein werden.

Was sind deine beruflichen Träume?
Mein grosser Traum ist es, dass ich mich als professionelle Schauspielerin künstlerisch verwirklichen kann und schliesslich erfüllt von der Arbeit bin, die ich mache. Ich kann mir vorstellen, in der freien Szene eigene Projekte zu verwirklichen, in festen Engagements oder im Film zu arbeiten und ein Leben lang den Beruf und meine künstlerische Identität auszuleben.