Ihr Browser ist veraltet. Bitte aktualiseren Sie auf Edge, Chrome, Firefox.
N°1/2026
i

Geld und/oder Talent?

Text

Leiter Redaktion HKB-Zeitung

Hochschulen kosten viel Geld – die Steuerzahlenden und die Studierenden. Erstere berappen es mit der Begleichung von Steuern. Letztere müssen Gebühren entrichten, damit sie an einer Hochschule studieren können. Die Steuerzahlenden leisten den weitaus grösseren Anteil.Nichtsdestotrotz: für die Studierenden wird das Studieren in der Schweiz immer teurer, ungleich teurer. Kürzlich hat der Kanton Bern die Gebühren für das Studium an den Berner Hochschulen angepasst. Auffällig ist dabei die dreifache Erhöhung der Studiengebühren für ausländische Studierende. Der Ausgangslage und den allfälligen Konsequenzen dieser Gebührenanpassungen für den Betrieb der Hochschule der Künste Bern wollen wir mit dieser HKB-Zeitung nachgehen. Wir haben einen Bildungspolitiker und eine Kulturbeauftragte zum Roundtable gebeten.Wir haben 15 Studierende der HKB in Wort und mit Fotos von Carla Corminboeuf porträtiert. Die schiere Vielfalt der Kunstwelt spiegelt sich in den Porträts der Studierenden auf eindrückliche Art und Weise. Sie kommen aus der ganzen Welt. Schliesslich wirft eine ehemalige HKB-Studierende, die nun an eine Universität in Deutschland gewechselt hat, ihren kritischen Blick auf die Gebührendiskussion.Das Thema lässt sich aber auch umdrehen. Ist die HKB eine Hochschule auch für die ganze Welt? Was ist eigentlich mit dem Gebot der Gleichbehandlung von Studierenden, egal welcher Nationalität oder sozialer Schicht sie entstammen? Wie steht es um die Zugänglichkeit zum Hochschulstudium? Wie die Stellungnahme am Schluss dieses ersten Bundes der vorliegenden HKB-Zeitung besagt: Die Antwort auf die in der Überschrift gestellte Frage ist widersprüchlich. Darum erlaube ich mir an dieser Stelle einen aufschlussreichen Ausflug in die Welt der Comics.In mehreren Asterix-Abenteuern wird der Begriff Talent in seiner Doppeldeutigkeit thematisiert. Ursprünglich war das Talent (griech. talanton für Waage, Gewicht) eine babylonische Masseinheit des Gewichts. Ein Talent (29,196 Kilo) entsprach dem Wert von 6000 Drachmen. Im Band Asterix und Kleopatra gibt es ein hübsches Wortspiel zwischen dem Ägypter Numerobis und Asterix:
Numerobis: «Der Architekt Pyradonis, mein Konkurrent, der mir schaden will, hat viele Talente!»Asterix: «Ist er begabt?»Numerobis: «Nein, er ist reich. Er hat viele Talente Gold. Das ist die Währung, die bei uns gebräuchlich ist.»

Ich wünsche Ihnen eine erhellende Lektüre.